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Archäologischer Park Keltenwelt am Glauberg

Ende des Jahres waren wir im Archäologischen Park am Glauberg unterwegs. Der Glauberg war in meiner Grundschulzeit, ich vermute auch schon davor und auch danach, ein sehr beliebtes Ziel für einen Wandertag. Ich erinnere mich, dass wir im dritten Schuljahr dort eine Art Schnitzeljagt mit meiner Schulklasse durchgeführt haben. Bei diesem Wandertag habe ich einen kleinen Onkel Otto erhalten und war mächtig stolz darauf. Wer sich gerade fragt, Onkel Otto war ein grauer Seehund und Maskottchen beim Hessischen Rundfunk. Bis 1992 wurde er als Werbetrenner im vorabendlichen Regionalprogramm gezeigt. Damals wer der Glauberg noch nicht so spektakulär wie heute,

Die archäologische Fundstätte am Glauberg zählt zu den bedeutendsten der europäischen Eisenzeit. Auf dem Plateau des Glaubergs befand sich vor 2400 Jahren ein keltischer Fürstensitz. Am Fuße des Berges entdeckten Archäologen drei Kriegergräber. Der Grabhügel unterhalb des Museums wurde rekonstruiert. Hier konnte auch die vollständig erhaltene Statue des „Keltenfürsten vom Glauberg“ geborgen werden. In den Jahren darauf fanden dann auf dem Gelände Ausgrabungen statt und ich glaube ab dem Jahr 2008 wurde dann die Keltenwelt erschlossen.

1996 wurde die lebensgroße Statue des Keltenfürsten aus der Eisenzeit am Glauburg gefunden. Bis auf die Füße war die Sandsteinfigur vollständig erhalten.

Im Steinbruch am Südhang des Glaubergs wurde früher Basalt abgebaut. Auch das gesamte Glauberg-Plateau besteht aus Basalt. Es wurde durch ehemals glutflüssige Lavaströme des Vogelsberges vor etwa 15-19 Millionen Jahren gebildet. Gut erkennbar sind im Steinbruch viele grobblasige Bereiche und relativ glatte Oberflächen, die durch Oxidation oft rot gefärbt sind.

Diese mittelalterliche Mauerreste wurden erstmals in den Jahren 1930 freigelegt. Es handelt sich um Überreste von sieben, in einer Reihe eng beieinanderliegenden Kellerräumen aus der späteren Ausbauphase des Glaubergs. Sie wurden aus Basaltstein errichtet, teilweise aber auch in den anstehenden Felsen hineingebaut, wodurch sie erhalten geblieben sind. Die zugehörigen Fachwerkgebäude selbst waren größer als die Keller und vermutlich vom höher gelegenen Plateau her zugänglich.

Der ist auch ein Gebiet mit artenreicher Flora und Fauna, mit wunderbaren Baumriesen.

Im Jahr 1241 erhob sich der Mainzer Erzbischof mit anderen Fürsten gegen den Stauferkaiser Friedrich II. und seinen Sohn, König Konrad. In den folgenden Jahren wurde das heutige Rhein-Main-Gebiet zum Kriegsschauplatz zwischen Anhängern und Gegnern des Kaisers. Die Wetterau hatte ursprünglich zu den Kerngebieten der staufischen Herrschaft gehört. Doch im Laufe des sich über Jahre hinziehenden Kampfes wechselten viele frühere Anhänger der Staufer die Fronten. So befanden sich die Burgen Büdingen und Ortenberg nun in den Händen der Kaisergegner. Damit war für Friedrich in der östlichen Wetterau eine gefährliche Lage entstanden. Wohl als Folge dieser Ereignisse erfolgte der Ausbau der Reichsburg Glauburg. Doch der Ausbau war vergeblich. Als eine der letzten Bastionen der Staufertreuen wurde die Burg um 1256 erobert und endgültig zerstört.

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Rosa Henne

    Boah, liebe Claudia, das ist ja interessant!!! Unglaublich, dass die Sandsteinfigur des Keltenfürsten so gut erhalten war. Wo steht das Original denn jetzt?
    Vielen Dank für den tollen Bericht und die wunderschönen Bilder. Die urigen Bäume könntest du zu Astrids Sammlung „Mein Freund, der Baum“ schicken…
    Liebe Grüße
    Ingrid

    1. Claudia

      Hallo Ingrid,
      im Archäologischen Park am Glauberg gibt es auch ein Museum und Forschungszentrum, dort steht die Figur.
      Liebe Grüße
      Claudia

  2. Rosi

    wow
    das ist sehr interessant
    was es doch so alles im weiteren Umfeld gibt
    von dem man keine Ahnung hat 😉

    liebe Grüße
    Rosi

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